Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz

Grundwasser liegt unter der Erde, für unser Auge unsichtbar und findet leider nicht immer Beachtung.

In diesem Jahr steht der internationale Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März unter dem Motto: „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“. In jedem Jahr hebt der Weltwassertag einen bestimmten Aspekt des Süßwassers hervor und setzt auch den Schwerpunkt für den jährlichen Weltwasserentwicklungsbericht.

Das ist Grundwasser

Wenn Regen auf den Boden fällt, fließt ein Teil davon entlang der Landoberfläche zu Bächen, Flüssen oder Seen, ein anderer Teil spendet dem Boden Feuchtigkeit. Ein Teil dieses Wassers wird von der Vegetation genutzt; etwas verdunstet und kehrt in die Atmosphäre zurück. Ein Teil des Wassers sickert auch in den Boden, fließt durch die ungesättigte Zone und erreicht den Grundwasserspiegel, eine imaginäre Oberfläche, von der aus der Boden darunter gesättigt ist. Letzteres ist Grundwasser: alles Wasser, das sich unter der Bodenoberfläche in der gesättigten Zone befindet.

Grundwasser ist eine lebenswichtige Ressource, die fast die Hälfte des gesamten Trinkwassers weltweit, etwa 40% des Wassers für die bewässerungsbetriebene Landwirtschaft und etwa 1/3 des für die Industrie benötigten Wassers liefert. Es erhält Ökosysteme, erhält den Grundfluss von Flüssen und verhindert Landabsenkungen und das Eindringen von Meerwasser. Grundwasser ist ein wichtiger Teil des Anpassungsprozesses an den Klimawandel und oft eine Lösung für Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen und Fakten ist unsichtbares Grundwasser für die meisten Menschen aus den Augen und aus dem Sinn. Menschliche Aktivitäten (einschließlich Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum) und Klimaschwankungen erhöhen den Druck auf die Grundwasserressourcen rapide: In vielen Teilen der Welt werden ernsthafte Erschöpfungs- und Verschmutzungsprobleme gemeldet.

Grundwasser ist in sogenannten „Grundwasserleitern“ enthalten. Ein Grundwasserleiter ist eine geologische Formation oder ein Teil davon, die aus durchlässigem Material besteht, das in der Lage ist, erhebliche Mengen an Wasser zu speichern oder zu liefern. Grundwasser wird auf natürliche Weise durch Regenwasser und Schneeschmelze oder durch Wasser, das durch den Boden einiger Seen und Flüsse austritt, wieder aufgeladen. Es gibt auch Techniken, um die Grundwasserneubildung zu steuern und die Menge an Wasser zu erhöhen, die in den Boden eindringt.

Grundwasser ist fast überall zu finden. Der Grundwasserspiegel kann tief oder flach liegen, abhängig von mehreren Faktoren wie den physikalischen Eigenschaften der Region, den meteorologischen Bedingungen und den Anreicherungs- und Ausbeutungsraten. Starke Regenfälle können die Wiederauffüllung erhöhen und den Grundwasserspiegel ansteigen lassen. Auf der anderen Seite kann eine längere Periode trockenen Wetters dazu führen, dass der Grundwasserspiegel sinkt. Grundwasser steht nicht still. Wie schnell Grundwasser fließt, hängt von den Eigenschaften des Grundwasserleiters ab. Die Richtung, in die es sich bewegt, ist normalerweise von hohen zu niedrigeren Ebenen, die von der Schwerkraft beherrscht werden, es sei denn, es gibt anthropogene Auswirkungen wie das Pumpen von Brunnen. Das Grundwasser bewegt sich, bis es in einen anderen Grundwasserleiter oder einen anderen Gewässer wie einen See, einen Fluss, den Ozean mündet oder bis es von einem Brunnen entnommen wird.

Darum ist Grundwasser so wichtig

Grundwasser macht etwa 30% des weltweiten Süßwassers aus. Von den anderen 70% werden fast 69% in den Eiskappen und Bergschnee / Gletschern und nur 1% in Flüssen und Seen gefunden. Grundwasser macht im Durchschnitt ein Drittel des vom Menschen verbrauchten Süßwassers aus, aber in einigen Teilen der Welt kann dieser Prozentsatz bis zu 100% erreichen.

Besuchen Sie auch World Water Day 2022 für weitere Informationen.

Grundwasser ist eine sehr wichtige natürliche Ressource und spielt eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft. Es ist die Hauptwasserquelle für die Bewässerung und die Lebensmittelindustrie. Im Allgemeinen ist Grundwasser eine zuverlässige Wasserquelle für die Landwirtschaft und kann flexibel genutzt werden: Wenn es trocken ist und ein größerer Bedarf besteht, kann mehr Grundwasser entnommen werden, und wenn der Regenfall den Bedarf deckt, muss weniger Grundwasser entnommen werden. Weltweit macht die Bewässerung mehr als 70% der gesamten Wasserentnahme (sowohl Oberflächen- als auch Grundwasser) aus. Es wird geschätzt, dass Grundwasser für etwa 43% des gesamten Bewässerungswasserverbrauchs verwendet wird.

Für die Umwelt spielt Grundwasser eine sehr wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Wasserspiegels und des Abflusses in Flüsse, Seen und Feuchtgebiete. Besonders in den trockeneren Monaten, in denen es wenig direkte Neubildung durch Regenfälle gibt, versorgt es die Umwelt mit Grundwasserfluss durch den Boden dieser Gewässer und wird für das wilde Leben und die in dieser Umgebung lebenden Pflanzen unerlässlich.

Grundwasser ist fast überall zu finden und seine Qualität ist in der Regel sehr gut. Die Tatsache, dass Grundwasser in den Schichten unter der Oberfläche und manchmal in sehr hohen Tiefen gespeichert ist, trägt dazu bei, es vor Kontamination zu schützen und seine Qualität zu erhalten. Darüber hinaus ist Grundwasser eine natürliche Ressource, die oft in der Nähe der Endverbraucher zu finden ist und daher keine großen Investitionen in Bezug auf Infrastruktur und Aufbereitung erfordert, wie es oft bei der Gewinnung von Oberflächenwasser notwendig ist. Das Wichtigste bei der Nutzung von Grundwasser besteht darin, das richtige Gleichgewicht zwischen der Entnahme und der Erholung des Grundwasserleiters zu finden, um eine Übernutzung zu vermeiden und die Verschmutzung dieser wichtigen Ressource zu vermeiden.

Der Weltwassertag zum Grundwasser rückt diese unsichtbare Ressource ins Rampenlicht, verbessert den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit und schärft damit das Bewusstsein für die Bedeutung der Pflege unseres Grundwassers.

Quelle:  un-igrac.org

Weltwassertag 2021 – Wert des Wassers

Der Weltwassertag

Der Weltwassertag erinnert alljährlich am 22. März an die Besonderheiten der wichtigsten Grundlage allen Lebens und steht 2021 unter dem Motto „Valuing Water – Wert des Wassers“. Die Aufmerksamkeit der Bevölkerung soll so auf die Wichtigkeit von Frischwasser und das nachhaltige Management von Frischwasser-Ressourcen gelenkt werden. Mit dem diesjährigen Thema werden die Menschen dazu aufgerufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und dessen Wert zu machen.

Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam zu machen. Wasser ist eine begrenzte und zunehmend knappe Ressource. Die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser ändert sich aktuell dramatisch aufgrund des Bevölkerungswachstums, sich ändernder Konsummuster und des Klimawandels – wird zur größten Herausforderung für uns Menschen.

Was bedeutet Wasser für Sie? Wie beeinflusst Wasser Ihr Leben zu Hause mit Ihrer Familie? Welche Rolle spielt Wasser in Ihrer lokalen Umgebung? Das Thema soll nicht nur aufzeigen, auf wie viele verschiedenen Arten unser aller Leben beeinflusst, sondern auch hervorheben, wie wir Wasser richtig schätzen und vor allem für alle effektiv schützen können. Weit über die Ersparnis im eigenen Geldbeutel hinaus, geht es auch um den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser.

Mit Blick auf den Klimawandel, moderne Konsummuster und das Bevölkerungswachstum sollen die Menschen sich mehr Klarheit über die Rolle des Wassers in allen Bereichen ihres Lebens verschaffen. Wasser ist eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Leitungswasser-Liebe

Anlässlich des Weltwassertages startete der Verein a tip: tap e.V. die Bewegung „Leitungswasser-Liebe“ und macht auf die Vorteile von Leitungswasser aufmerksam.

Durch den Transport und die Verpackung von Flaschenwasser wird viel CO₂ ausgestoßen: Pro Liter fallen durchschnittlich 202,74 g CO₂ an. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 181,4 Liter Flaschenwasser pro Person im Jahr sind das drei Millionen Tonnen CO₂, wenn alle Deutschen auf Leitungswasser umsteigen würden – 1,5 mal mehr als der innerdeutsche Flugverkehr.

Flaschenwasser kommt oft in einer Plastikverpackung, die vermeidbaren Plastikmüll verursachen. Leitungswasser kommt ganz ohne Verpackung aus.

Für einen Euro bekommt man circa 200 Liter Leitungswasser. Im Schnitt spart ein 4-Personen Haushalt durch einen Umstieg etwa 1000 Euro jährlich.

Leitungswasser ist ohne nervige Schlepperei rund um die Uhr ganz einfach verfügbar: Man muss nur den Hahn aufdrehen!

Dank der Trinkwasserverordnung wird das Leitungswasser sehr streng kontrolliert. Wir haben das Privileg, Wasser in bester Qualität einfach aus dem Hahn zu bekommen.

Quelle: A tip: tap e.V.

Wasser im heimischen Garten

Der schleichende, aber stetige Klimawandel stellt die heimischen Gartenbesitzer*Innen zukünftig vor ganz neue Herausforderungen. Lange Trockenphasen, steigende Temperaturen und ein niedriger Grundwasserpegel auf der einen Seite, ein zunehmender Wasserverbrauch durch höhere Verdunstung im Gartenteich, zusätzliche Bewässerung oder vielleicht sogar ein eigener Pool auf der anderen Seite.

Gerne stehen wir Ihnen mit unserem Team von Hydronik bei Ihren individuellen Herausforderungen zur Seite und bieten als kompetenter Partner Lösungen für Bewässerungssysteme, Gartenbrunnen oder Intensiventsandung. Weitere Informationen dazu hier auf unserer Homepage.

Weltwassertag 2020 – Wasser und Klimawandel

Beim Weltwassertag 2020 geht es um Wasser und Klimawandel – und wie die beiden untrennbar miteinander verbunden sind. Die Kampagne will zeigen, wie unser Umgang mit Wasser dazu beitragen kann, Überschwemmungen, Dürren und Umweltverschmutzung zu verringern und den Klimawandel selbst zu bekämpfen. Und indem wir Wasser effizienter nutzen, reduzieren wir Treibhausgase.

Drei Kernbotschaften

We cannot afford to wait – Wir können es uns nicht leisten zu warten. Die klimapolitischen Entscheidungsträger müssen Wasser in den Mittelpunkt der Aktionspläne stellen. Wasser fließt über Grenzen hinweg. Die Zusammenarbeit zur effizienteren Bewirtschaftung von Wasser bekämpft den Klimawandel und schützt Gemeinden und Unternehmen.

Water can help fight climate change – Wasser kann helfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Es gibt nachhaltige, erschwingliche und skalierbare Wasser- und Sanitärlösungen. Wasser kann wieder verwendet, Regenwasser für Trockenperioden gespeichert werden, für die Bewässerung in der Landwirtschaft gibt es intelligente Lösungen.

Everyone has a role to play – Jeder hat eine Rolle zu spielen. In unserem Alltag gibt es einfache Schritte, die wir alle unternehmen können, um den Klimawandel anzugehen.

Mit innovativer Technik gegen den Wassermangel

Im Kampf gegen den Wassermangel spielen nicht zuletzt technische Innovationen eine wichtige Rolle. Mit verschiedensten Ansätzen werden zum Beispiel neue Lösungen gegen die Trinkwasserknappheit in sehr trockenen Gebieten entwickelt.

So gibt es neue Verfahren zur Entsalzung von Meerwasser oder solarbetriebene Brunnenpumpen. Weiter entwickelte Filtersysteme helfen Wasser aufzubereiten und trinkbar zu machen. Welches Wasser gefahrlos getrunken werden kann, lässt sich mit neuen Schnelltest einfach feststellen. Außerdem gibt es innovative Ansätze, um Trinkwasser aus Umgebungsluft zu gewinnen.

Trinkwasser ist der kostbarste Rohstoff der Erde

Der Weltwassertag feiert das Wasser und macht auf die 2,2 Milliarden Menschen aufmerksam, die ohne Zugang zu sauberem Wasser leben. Es geht darum, Maßnahmen zur Bewältigung der globalen Wasserkrise zu ergreifen. Ein Schwerpunkt des Weltwassertags ist die Unterstützung der Erreichung des Ziels 6 für nachhaltige Entwicklung: Wasser und sanitäre Einrichtungen für alle bis 2030.

Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich begangen und steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 ausgerufen.

Weltwasserbericht 2020

Am Weltwassertag wird auch der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen veröffentlicht. Er konzentriert sich auf dasselbe Thema wie die Kampagne und empfiehlt den Entscheidungsträgern eine politische Ausrichtung. Die UNESCO koordiniert für die Vereinten Nationen die Erstellung des jährlichen Weltwasserberichts.

Weltwassertag 2016 – Wasser und Arbeitsplätze

Weltwassertag 2016 – Wasser und Arbeitsplätze

Der Weltwasserstag am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Das Thema soll den Blick auf die Wechselbeziehungen zwischen Wasser und menschenwürdiger Arbeit im Streben nach nachhaltiger Entwicklung lenken. Es hebt die Bedeutung der Wasserwirtschaft insgesamt für die Arbeitsmärkte hervor.

Wasser beeinflusst das Leben aller durch seine Präsenz oder Abwesenheit, durch die Menge und natürlich durch seine Qualität. Beispielsweise in der Landwirtschaft, die für 70 Prozent der weltweiten Süßwasserentnahmen verantwortlich ist, hängt der Job des Bauern an seiner Fähigkeit mit dem verfügbaren Wasser zu haushalten. Dabei ist er gleichzeitig mit Herausforderungen wie sinkendem Grundwasser, Belastungen aus der Industrie, dem Klimawandel und Wasserknappheit konfrontiert.

Das Thema Wasser bietet die Chance vielseitige und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Es kann zu einer grüneren Wirtschaft und einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Aber dafür werden mehr qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht, ausgestattet mit dem notwendigen Fachwissen für die vielfältigen Herausforderungen. Und die sollen überall auf der Welt in Würde und Sicherheit und zu einem fairen Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

In diesem Jahr koordiniert die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) den weltweiten World Water Day. Viele interessante Informationen, Anregungen und Ideen zur Umsetzung sowie Materialien zum Herunterladen gibt es auf der englischsprachigen offiziellen Homepage zum World Water Day.

Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Er wird seit 1993 alljährlich begangen und steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema.

Weltwassertag 2015 – Wasser und nachhaltige Entwicklung

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Der Weltwassertag am 22. März steht 2015 – im Jahr der Verabschiedung der neuen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung – unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“.

Viele interesante Informationen, Anregungen und Ideen zur Umsetzung sowie Materialien zum Herunterladen gibt es auf der englischsprachigen offiziellen Homepage zum World Water Day.

Weltwassertag-LogoDer Weltwassertag wird seit 1993 jährlich begangen und steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 ausgerufen.

Verantwortlich für den Weltwassertag ist das UN-Entwicklungsprogramm UNDP, in Zusammenarbeit mit der UNESCO, UN-Habitat, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.

Da das wichtige Thema Wasser bei den Vereinten Nationen an vielen Stellen bearbeitet wird, wurde 2003 das Gremium UN-Water gegründet. Dieses koordiniert die Initiativen von 35 verschiedenen Programmen und Sonderorganisationen, die sich mit der lebenswichtigen Ressource Wasser auseinandersetzen.