Neubau Wasserwerk – Hydronik untersucht den Baugrund

 

Emmerich bekommt ein neues Wasserwerk – und die Hydronik GmbH unterstützt und begleitet das Projekt der Stadtwerke Emmerich beim Thema Baugrund.

Baugrunduntersuchungen

Nach sorgfältigen Untersuchungen der Bodenverhältnisse am Kapellenberger Weg, konnten wir dem beauftragten Planungsbüro, der Ingenieurgesellschaft Wetzel & Partner, eine Gründungsempfehlung für den geplanten Neubau abgeben.

Für dieses Baugrundgutachten haben wir mittels Rammkernsondierungen (RKS) und Sondierungen mit der schweren Rammsonde (DPH) die Untergrundverhältnisse überprüft. Die bodenmechanischen Eigenschaften entnommener Proben konnten wir anschließend in unserem Erdbaulabor weiter untersuchen. Außerdem haben wir eine neue Grundwassermessstelle errichtet, um die Grundwasserstände stets exakt messen und beobachten zu können.

Jetzt während der Bauzeit ist die Hydronik GmbH weiter beratend tätig und wir führen baubegleitende Kontrolluntersuchungen durch.

Zuverlässige Trinkwasserversorgung

Das alte Wasserwerk am Helenenbusch hat die Emmericher 60 Jahre lang zuverlässig mit Trinkwasser versorgt. Das neue Wasserwerk „Helenenbusch II“ wird gebaut, weil die notwendigen Erweiterungen am alten Standort nicht mehr möglich waren. Dieser Bereich ist inzwischen als Wasserschutzzone I ausgewiesen.

Gut zehn Millionen Euro investieren die Stadtwerke mit dem Neubauprojekt in die Zukunft der Trinkwasserversorgung. Eine Neuerung werden die Emmericher schnell bemerken. Dank einer Enthärtungsanlage wird das Wasser bald deutlich „weicher“ aus dem Wasserhahn fließen – nur noch 12 statt 18 Grad deutscher Härte. Außerdem werden dem Wasser im Zuge der Aufbereitung Eisen und Mangan entzogen.

Die sechs bestehenden Brunnen am Helenbusch und die zwei in Vrasselt bleiben in Betrieb. Das Wasser wird aber künftig erst zur Aufbereitungsanlage des neuen Wasserwerkes geleitet, bevor es als Trinkwasser in die Haushalte gelangt. Ab Ende 2016 / Anfang 2017 soll das neue Werk seinen Betrieb aufnehmen.

17 Grundwassermessstellen für Versuchsprojekt in Schwerte

Bau von Grundwassermessstellen im Bereich eines Sickerschlitzgrabens

Für die Wasserwerke Westfalen GmbH haben wir 17 neue Grundwassermessstellen in Schwerte gebaut. Auf dem Gelände des Wasserwerkes Hengsen wird im Rahmen eines Versuchsprojekts ein etwa 90 Meter langer Sickerschlitzgraben erstellt. Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, ob ein in Süddeutschland seit einigen Jahren erprobtes Filterverfahren zur Trinkwassergewinnung auch in Schwerte erfolgreich angewendet werden kann.

Wasser wird durch eingebaute Kiesschichten versickert, dabei gereinigt und anschließend wieder an die Oberfläche gefördert. Anders als bisher genutzte offene Versickerungsgräben ist der neu erstellte Sickerschlitzgraben ein abgedecktes System. Dadurch soll die durch Sonnenlicht begünstigte Algenbildung in der Filterkiesschicht vermindert werden. So muss der Kies deutlich seltener ausgetauscht werden.